KUNST IM BÜRO 

Jürgen Hans Grümmer

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.Pressetext zur Ausstellung

 

 

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['lu:rəns]

 

Pressetext zur Ausstellung
im Foyer des Polizeipräsidiums des Stadt Köln

Den Kölner Maler und Bildhauer Jürgen-Hans Grümmer, Jahrgang 1935,  um den es viele Jahre ruhig geworden war, gilt es (neu) zu entdecken. „Luur ens“  zeigt jenen, die Grümmers Malerei der 60er bis 80er Jahre noch kennen, Neues aus der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart. Und jenen, die den Maler Grümmer erst noch entdecken wollen, gibt „Luur ens“ einen Einblick in sein aktuelles Schaffen. „Grümmer ist noch da“.

Er zeigt Zeichnungen ebenso wie Bilder in verschiedenen Mischtechniken. Er macht zeitgenössische Themen zum Inhalt der Ausstellung und er beweist damit, dass er keineswegs in der Vergangenheit stehen geblieben ist. Er sucht die Auseinandersetzung mit der Gegenwart – und begegnet dem Kölner Fotografen Achim Rieger, Jahrgang 1962. Der ist mit seiner Kamera auf Spurensuche.

Er findet Bilder, dem Augenblick entrissen, führt vor Augen, was wir sehen - oder sehen könnten. Ausschnitte alltäglicher, visueller Ereignisse, die wir um uns erfahren, doch nicht erfassen. Stadtbilder, Menschenbilder, Lebensbilder – von jeher sein fotografisches Thema. Für die Ausstellung „Luur ens“  kommt der Fotograf Rieger mit dem Bildhauer, dem Maler, mit dem Menschen Grümmer zusammen. Rieger dokumentiert seine Begegnungen mit Grümmer: Er findet Privates und Malerisches, Skulpturen und Stadtlandschaften.

Es entstehen Fotografien von Wasserspielen und Mosaikwänden, von Skulpturen und Wandbildern. Denn der Maler Grümmer ist vom Bildhauer nicht zu trennen, hat er doch in den 60er, 70, 80er Jahren bundesweit wichtige Akzente in der Stadtarchitektur gesetzt. In Köln beispielsweise mit dem Brunnen vor der Oper (Offenbachplatz) und dem Wandmosaik „Europa auf dem Stier“ im Spanischen Bau des Kölner Rathauses.

 Wasser, Basalt, Stahl, Beton, Holz – seine Materialien um urbane Räume zu gestalten. Für den Künstler Grümmer war es immer wichtig, das seine Wasserspiele und Skulpturenlandschaften nicht nur fürs Auge sind. Anfassen, Klettern, Plantschen, Sitzen, Liegen, Bewohnen  - damit Kunst lebendig und begreifbar bleibt. Auch seinen privaten Lebensraum gestaltet der Maler: Papier, Pinsel, Farben, jedwede Materialien, die als Motiv oder als Mittel gestalten können, werden inszeniert.

Riegers Fotografien zeigen Basaltarbeiten, er findet die Bezugspunkte zwischen tonnenschweren Skulpturen und zarten Silberarbeiten, der Fotograf stellt Verbindungen her zwischen meterhohen Fassadenmosaiken und den dazugehörigen Entwurfszeichnungen. Achim Rieger schafft Blicke in den Lebensbereich des Malers und begleitet ihn ein Stück durch seinen Arbeitsalltag.

(Judith Grümmer-Kehrer)

 ['lu:rəns] – eine Kunstausstellung im Kölner Polizeipräsidium, Kalk