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Eine Geschichte von der Entstehung des Meetings, des Teamwork, des Taylorismus, des Outsourcing, der Kostenstellen, der Wirtschaftsprüfung und noch vielem mehr.
Es waren einmal sieben Zwerge, die lebten hinter den sieben Bergen. Tag für Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold. Jeder der Zwerge war rechtschaffen, fleißig und achtete den Anderen. Wenn einer von ihnen müde wurde, so ruhte er sich aus, ohne dass die Anderen erzürnten. Wenn es einem von ihnen an etwas mangelte, so gaben die Anderen bereitwillig und gerne. Abends, wenn das Tagewerk geschafft war, aßen sie einträchtig ihr Brot und gingen zu Bett. Am siebten Tage jedoch ruhten sie.

Doch eines Tages meinte einer von ihnen, dass sie so recht nicht wüssten, wie viel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit Zählen beschäftigt war, schufteten die Anderen für ihn mit. Bald nahm ihn seine neue Arbeit derart in Anspruch, dass er nur noch zählte und die Hacke für immer beiseite legte.

Nach einer Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich, das Zählen sei unerlässlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie vollbracht hatten und begann, den Anderen in allen Einzelheiten davon zu erzählten. Und weil er nicht erzählen konnte, während die Anderen hackten und hämmerten, so legten sie alle ihre Schaufeln beiseite und saßen am Tisch zusammen.

So entstand das erste Meeting. Die anderen Zwerge sahen das feine Papier und die Symbole, aber schüttelten die Köpfe, weil sie es nicht verstanden.

Es dauerte nicht lange und der Controller (denn so nannte er sich fortan!) forderte, die Zwerge, die da Tagein, Tagaus schufteten, mögen ihm ihre Arbeit beweisen, indem sie ihm Zeugnis auf Papier ablegten über die Menge Goldes, die sie mit den Loren aus dem Berg holten. Und weil er nicht verstehen konnte, warum die Menge schwankte, so berief er einen unter ihnen, die Anderen zu führen, damit der Lohn recht gleichmäßig ausfiele. Der Führer nannte sich Manager und legte seine Schaufel nieder.

Nach kurzer Zeit arbeiteten also nur noch Fünf von ihnen, allerdings mit der Auflage, die Arbeit aller Sieben zu erbringen. Die Stimmung unter den Zwergen sank, aber was sollten sie tun? Als der Manager von ihrem Wehklagen hörte, dachte er lange und angestrengt nach und erfand die Teamarbeit. So sollte jeder von ihnen gemäß seiner Talente nur einen Teil der Arbeit erledigen und sich spezialisieren.

Aber ach! Das Tagewerk wurde nicht leichter und wenn einer von ihnen krank wurde, wussten die Anderen weder ein noch aus, weil sie die Arbeit ihres Nächsten nicht kannten. So entstand der Taylorismus.

Als der Manager sah, dass es schlecht bestellt war um seine Kollegen, bestellte er einen unter ihnen zum Gruppenführer, damit er die Anderen ermutigte. So musste der Manager nicht mehr sein warmes Kaminfeuer verlassen. Leider legte auch der Gruppenführer, der nunmehr den Takt angab, die Schaufel nieder und traf sich mit dem Manager öfter und öfter zu Meetings. So arbeiteten nur noch Vier.

Die Stimmung sank und damit alsbald die Fördermenge des Goldes. Als die Zwerge wütend an seine Bürotür traten, versprach der Manager Abhilfe und organisierte eine kleine Fahrt mit dem Karren, damit sich die Zwerge zerstreuten. Damit aber die Menge Goldes nicht nachließ, fand die Fahrt am Wochenende statt. Und damit die Fahrt als Geschäftsreise abgesetzt werden konnte, hielt der Manager einen langen Vortrag, den er in fremdartige Worte kleidete, die er von einem anderen Manager gehört hatte, der andere Zwerge in einer anderen Mine befehligte. So wurden die ersten Anglizismen verwendet.

Eines Tages kam es zum offenen Streit. Die Zwerge warfen ihre kleinen Schaufeln hin und stampften mit ihren kleinen Füßen und ballten ihre kleinen Fäuste. Der Manager erschrak und versprach den Zwergen, neue Kollegen anzuwerben, die ihnen helfen sollten. Der Manager nannte das Outsourcing. Also kamen neue Zwerge, die fremd waren und nicht recht in die kleine Gemeinde passten. Und weil sie anders waren, musste auch für diese ein neuer Führer her, der an den Manager berichtete. So arbeiteten nur noch Drei von ihnen.

Weil jeder von ihnen auf eine andere Art andere Arbeit erledigte und weil zwei verschiedene Gruppen von Arbeitern zwei verschiedene Abteilungen nötig werden ließen, die sich untereinander nichts mehr schenkten, begann unter den strengen Augen des Controllers, bald ein reger Handel unter ihnen. So wurden die Kostenstellen geboren.

Jeder sah voller Misstrauen auf die Leistungen des Anderen und hielt fest, was er besaß. So war ein Knurren unter ihnen, das stärker und stärker wurde. Die zwei Zwerge, die noch arbeiteten, erbrachten ihr Tagewerk mehr schlecht als recht. Als sich die Manager und der Controller ratlos zeigten, beauftragten sie schließlich einen Unternehmensberater.

Der strich durch das Bergwerk und erklärte den verdutzten Managern, die Gründe für die schlechte Leistung sei darin zu suchen, dass die beiden Zwerge im Bergwerk ihre Schaufeln falsch hielten. Dann kassierte er eine ganze Lore Gold und verschwand so schnell, wie er erschienen war.

Während dessen stellte der Controller fest, dass die externen Mitarbeiter mehr Kosten verursachten als Gewinn erbrachten und überdies die Auslastung der internen Zwerge senkte. Schließlich entließ er sie. Der Führer, der die externen Mitarbeiter geführt hatte, wurde zweiter Controller.

Ihm zur Seite stellte das Management die interne Revision und schließlich, misstrauisch geworden, weil das gute Unternehmen nicht aus den roten Zahlen kam, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Seite. Diese erhielt einen Auftrag zur Prüfung für mehrere Jahre nachdem diese für das Erstjahr ein Angebot zu Selbstkosten abgegeben hatte. Diese nahm eine separate Beurteilung des inhärenten Risikos und des Kontrollrisikos auf den Ebenen der Geschäftsvorfälle, der Kontensalden und des Abschlusses vor, legte die Prüfungshandlungen entsprechend der Risikobeurteilung fest, verknüpfte die Prüfungshandlungen mit den Ergebnissen der Risikobeurteilung und dokumentierte detailliert diese Tätigkeiten, weil ein Peer Review bevor stand.

Danach nahm die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine umfangreiche Prüfung der gesamten Leistungswirtschaft und Kostensituation unter Hinzuziehung von ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft vor und erstellte ein Sondergutachten von 72 Seiten. In diesem Gutachten begründete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausführlich, warum das Unternehmen Insolvenz anmelden sollte und in welcher Frist das zu geschehen habe. Da man die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht bezahlen konnte, legte diese die Arbeit nieder und verschwand, ohne dass ein Nutzen erkennbar wurde.

So arbeitete nur noch ein letzter Zwerg in den Minen. Tja, und der lernte kurz vor dem Burnout in seiner kargen Freizeit Schneewittchen im Sommerschlussverkauf kennen, die ganz in der Nähe in einem Kinderbekleidungsladen schaffte. Wenige Tage später brannten die beiden mit nichts als Luft und Liebe durch und kehrten nie wieder zu den sieben Bergen zurück.

Die Firma ging pleite, die Manager, die Gruppenführer und die Controller aber fanden sich mit großzügigen Summen gegenseitig ab, obgleich die zugezogene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorher ausdrücklich und definitiv erklärt hatte, dass die Berechtigung für solche Zahlungen nicht abschließend geprüft worden und wohlmöglich nicht ohne Bedenken seien. Danach verschwanden die Zwerge, um der Anklage wegen Untreu zu entgehen, ins Ausland, und dieses Märchen ist aus.

 

Mathematik im Wandel der Zeit
Realschule 1960
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Mark. Die Erzeugerkosten betragen 40 Mark. Berechne den Gewinn!


Sekundarstufe 1970
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Mark. Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern?
Rechenschieber ist nicht erlaubt!


Korrektur der Formulierung 1980
(identische Neuauflage)

Ein/e Ba(ä)uer/-in einen/eine Sa(ä)ck/-in Kartoffeln/-innen einem/einer Kunden/Kundin für 50 Mark. Die Erzeuger/-innen-Kosten betragen vier Fünftel/-innen des Erlöses.
Wie hoch ist der/die Gewinn/-in des/der Ba(ä)uer/-in?
Kein Taschenrechner/-innen verwenden!


Freie Waldorf-Schule 1990
Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu!

Gymnasium 2000
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Solanum tuberasum für eine Menge Geld (=G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G=g gilt g=. Die Menge der Herstellungskosten (=H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie ein Bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge x für folgende Frage an:
Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

Integrierte Gesamtschule 2010
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40 Euro. Der Gewinn beträgt 10 Euro.
Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus den anderen Kulturkreisen darüber. (Waffen sind dabei nicht erlaubt!)

Schule 2020
(nach der nächsten Rechtschreibreform)

Ein agrargenetiker fergauft ein sagg gartoffeln für 6,25 euro. Die kosden bedragen 5 euro. Der gewin bedregt 1,25 euro. Aufgabe: magiere den term gardoffeln und maile die losung im pdf-format an: glassenleerer@schule.euroba.
Anonymus

 

Umfrage zum Thema Mathematik: "Was ist 2 x 2?"
Hier listen wir Ihnen einen Auszug der gegebenen Antworten:

Der Ingenieur zückt seinen Taschenrechner, rechnet ein bisschen und meint schliesslich:

"3,999999999!"
Der Physiker:

"In der Größenordnung von 1*10^1!"

Der Mathematiker wird sich einen Tag in seine Stube verziehen und dann freudestrahlend mit einen dicken Bündel Papier ankommen und behaupten:

"Das Problem ist lösbar!"

Der Logiker:        "Bitte definiere 2x2 präziser!"

Der Hacker bricht in den NASA-Supercomputer ein und lässt den rechnen.

Der Politiker:        "Ich habe mein Wort gegeben, bezüglich Spenden gebe ich keine Auskünfte."

Der Psychiater

"Weiss ich nicht, aber gut, dass wir darüber geredet haben .......!"

Der Jurist:           "4, aber ich weiß nicht, 
ob wir vor Gericht damit durchkommen!"

Der Sachverständiger wird zunächst alle Türen und Fenster schlissen, sich vorsichtig umsehen und fragen:

"Was für eine Antwort wollen Sie hören?"

Der Wirtschaftsprüfer denkt lange nach und meint:

"Unter Materality - Gesichtspunkten erscheint der Wert von ca. 4 nicht unplausibel. Die Richtigkeit der Berechnung kann aber z.Zt. nicht abschließend geprüft werden".

Der vereidigte Buchprüfer spontan:         "4"
 - Wie sind Sie so schnell zum Ergebnis gekommen?" - "Ich habe das Ergebnis geschätzt!"

 

Werteweisheiten
 
1.  Molière (Jean-Baptiste Poquelin): Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht
2.  Ludwig Marcuse: Werturteile sind nie Wahrheiten, sondern Wünsche, die wahrgemachte werden sollen
3. Friedrich Johann Christoph Schiller: Ein jeder gibt den Wert sich selbst.
4. Wert ist das, was mindestens zwei andere bereit sind zu zahlen (www.puth-wz.com/immobilien.htm)
5. Hillmar Kopper (Deutsche Bank): Die 50 Mill. DM, die an offenen Handwerkerrechungen bei der "Schneiderpleite" ausstehen, sind Peanuts (Peanuts = Unwort des Jahres 1994)
6. Jürgen Schneider (Frankfurter Baulöwe): Werte sind menschengemachte und zeitabhängige Bewertungen, die sich mit den Menschen und den Zeiten erheblich ändern können, das gilt für moralische Werte nicht anders als für Geldwerte. Es kommt immer darauf an , was man aus einer Sache machten kann.
7. Oscar Wilde: Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt.
8. Erfahrung eines Sachverständigen: Wenn wir niedrige Werte ermitteln, meckert der Auftraggeber. Wenn wir hohe Werte ermitteln, spricht man von Gefälligkeitsgutachten. Wenn wir ausgewogene Werte ermitteln, wirt man uns Unkenntnis vor. Also machen wir was wir wollen: alles ist richtig, alles ist falsch.

 

 

1.586 Schafe
Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Plötzlich taucht in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee Jeep auf und hält direkt neben ihm an.
Der Fahrer des Jeeps, ein junger Mann in Brioni-Anzug, Cerutti-Schuhen, Ray Ban-Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte steigt aus und fragt ihn:
"Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines?"
Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlichen grasenden Schafe und sagt ruhig:
"In Ordnung".
Der junge Mann parkt den Jeep, verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht im Internet auf eine NASA-Seite, scannt die Gegend mit Hilfe seine GPS-Satellitennavigationssystems, öffnet eine Datenbank und 60 Exel-Tabellen mit einer Unmenge von Formeln. Schließlich druckt er einen 150-seitigen Bericht auf seinem High-Tech-Minidrucker, dreht sich zum Schäfer und sagt:
"Sie haben exakt 1.586 Schafe".
Der Schäfer sagt:
"Das ist richtig, suchen Sie sich ein Scharf aus".
Der junge Mann nimmt sich ein Tier und lädt es in den Jeep ein. Der Schäfer schaut ihm zu und sagt:
"Wenn ich Ihren Beruf errate, bekomme ich dann mein Tier zurück?"
Der junge Mann antwortet:
"Klar, warum nicht".
Der Schäfer sagt:
"Sie sind Unternehmensberater."
"Das ist richtig, woher wissen Sie das?",
will der junge Mann wissen.
"Sehr einfach",
sagt der Schäfer.
"Erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand hergerufen hat. Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung dafür haben, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache! - Und jetzt geben Sie mir meinen Hund zurück!"

 

Was kostet eine Kuh?
Ein Bauer kauft sich ein neues Auto.

Er ärgert sich über die Aufpreise der Sonderausstattung.

Kurze Zeit später kauft sich ein Vorstandsmitglied des Autoherstellers
von diesem Bauern eine Kuh für seinen Freizeithof.
Der Bauer schreibt folgende Rechnung:     
Rechnung:
1 Kuh - Standardausführung Grundpreis 4.800,00 DM
1 Kuh - zweifarbig (schwarz/weiß) Aufpreis 300,00 DM
Rindlederbezug 200,00 DM
Milchbehälter für Sommer- und Winterbetrieb 100,00 DM
4 Zapfhähne á 25,00 DM 100,00 DM
2 Stoßstangen, verhornt á 35,00 DM 70,00 DM
Fliegenwedel, halbautomatisch 60,00 DM
Düngevorrichtung (Bio) 120,00 DM
Allwetterstufe 200,00 DM
Zweikreisbremssystem (Vorder- und Hinterläufe) 800,00 DM
mehrstimmige Signaleinrichtung 270,00 DM
verschließbare Halogenaugen 300,00 DM
Vielstoff-Futterverwerter 2.500,00 DM
-----------
Totalkuh in gewünschter Ausführung 9.820,00 DM
===========
(Preis ohne Überführungskosten)

 

 

Die Fusion
Ein Huhn sprach zu 'nem Schwein:
"Du armes Schwein - bist so allein!

Heute hört es doch zum guten Ton,
Schwein komm, mer machen en Fusion!"


Dat arme Schwein, dat war ganz platt
Un frag' dat Huhn: "Wat is denn dat??"

"Bei ' ner Fusion", sprach drauf dat Huhn
"Dat geht mer zesamme un't muss jeder wat tun!
Bei 'ner Fusion mit mir z.B., do ärme Jeck,
gevven ich de Eier un do givs der Speck!"


"Dazu"
, sag dat Schwein, "hab' ich keine Luss,
Denn geb' ich d'r Speck weg, ich sterben muss!"


Do säht dat Hohn för dat Schwein:
"Dat musste doch wissen, Kleiner,
Bei einer Fusion stirb' immer einer!!!"

Gedicht von Amadeus Gänsekiel, Karnevalist und Mitglied der Roten Funken in Köln



Anmerkung WP/StB Ulrich, WPK-Vorstand:
"Das ist bei der Zusammenführung der Wirtschaftsprüfer mit den vereidigten Buchprüfern nicht anders."

 

 

Der Amtsschimmel

Bei allen Behörden in Land und Stadt 

der Amtsschimmel seine bleibe hat.

Er trab recht munter und recht froh

von einem Büro zum anderen Büro

und ernährt sich von abstrakten

Paragraphen und müffigen Akten.

Wer denk, in der Demokratie wär für ihn kein Platz,

dä hät sich fies nevve der Emmer gesatz.

Denn es ist bestimmt in jedem Fall:

Der AMTSSCHIMMEL überlebt uns alle !!!!!



Gedicht von Amadeus Gänsekiel, Karnevalist und Mitglied der Roten Funken in Köln

 

 

Produktintegration
Bill G. hat 15 % seiner Aktien an einem großen US-amerikanischen Monopol-Unternehmen veräußert und von einem Teil des Veräußerungserlöses die Mehrheit der Aktien an McDonald's und Coca Cola übernommen. Als erste Marketing-Maßnahme führt Bill G. die Produktintegration bei McDonald's ein. Um sich von dem Erfolg dieser Maßnahme zu überzeugen, stellt sich Bill G. hinter die Ladentheke eines seiner McDonalds-Betriebe. - Ein Kunde betritt den Laden.
Kunde:
"Ich hätte gerne einen BigMac!"
Bill G.:
"Ein Big Mac, eine Cola. Macht 3.99."
Kunde:
"Ich habe nur einen BigMac bestellt!"
Bill G.:
"Die Cola gehört dazu, ist Teil eines Gesamtpakets."
Kunde:
"Wie bitte? Die Cola zahle ich nicht!"
Bill G.:
"Brauchen sie auch nicht. Die Cola ist gratis."
Kunde:
"Aber kostete der BigMac alleine bisher nicht 2.49?"
Bill G.:
"Stimmt, aber der BigMac hat jetzt neue Leistungsmerkmale. Er hat eine Cola im Lieferumfang!"
Kunde:
"Ich habe eben erst eine Cola getrunken. Ich mag jetzt keine Cola!"
Bill G.:
"Dann gibt's auch keinen BigMac."
Kunde:
"Na gut, ich zahle 2.49 und verzichte auf die Cola."
Bill G.:
"Man kann die Teile des Gesamtpaketes nicht trennen. BigMac und Cola sind nahtlos integriert!"
Kunde:
"Quatsch. BigMac und Cola sind zweierlei!"
Bill G.:
"Passen sie mal auf." - (Er tunkt den BigMac in einen Becher Cola.)
Kunde:
"Was soll denn das?"
Bill G.:
"Das ist im Interesse des Kunden, so können wir einen einheitlichen Geschmack in allen Komponenten garantieren..."
 

 

DATEV
Aus dem Vorstand-Rundschreiben vom März 2003 an alle Genossenschaftsmitglieder der DATEV

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
die Lohnbuchführung gehört zu den Kernkompetenzen einer Steuerberatungskanzlei, doch oft hat sie keinen hohen Stellenwert. Das liegt unter anderem an der sehr arbeitsintensiven Materie. ... Deshalb haben wir unsere Produkte neu ausgerichtet und unser Angebot übersichtlicher gestaltet. Alles was für Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung notwendig ist, finden Sie künftig zu einem Paket geschnürt. ... 

Wenn Sie heute die Einzelprodukte bereits im Einsatz haben, wir die Nutzung durch den Gesamtpreis für Sie günstiger. Setzen Sie die Einzelprodukte noch nicht ein, erhalten Sie diese künftig im Paket günstiger als bisher.

 Die bisherigen Module LODAS-Auswertungen und Druck, Lohn-Bescheinigungen und Lohn-Personalinformationen sind künftig fester Bestandteil der Lohn-Pakete und werden daher ab September 2004 als eigenständige Programme eingestellt. 

Viele Anwender haben sich immer wieder einen kompletten Funktionsumfang gewünscht. Durch die Paketbildung wird der Arbeitsfluss in der Lohnbuchführung besser unterstützt.
Mit freundlichen Grüßen

DATEV eG                            Kempf                  Rudolph


Windows vs. The Borg

1

Picard: "Mr. LaForge, hatten Sie Erfolg mit den Versuchen die Schwächen bei den Borg zu finden? Und Mr. Data, haben Sie auf ihre Befehlsschnittstelle zugreifen können?"
 
Geordi: "Ja, Captain. Wir haben die Antwort beim Durchsuchen unserer Archive über die Rechnertechnologie des späten 20. Jahrhunderts gefunden."
 



Geordi drückt eine Taste, und ein Logo erscheint am Bildschirm des Computers.
 
Riker: (schaut verwirrt) "Was zum Teufel ist 'Microsoft'?"
 
Data: "Darf ich es erklären. Wir werden dieses Programm, aus unbekanntem Grund 'Windows' genannt, durch die Befehlsschnittstelle der Borg schicken. Ist es einmal in der Basis Befehlseinheit, wird es unaufhaltsam beginnen, das gesamte System auszunutzen."
 
Picard: "Aber die Borg haben doch die Fähigkeit sich anzupassen. Werden sie nicht ihr Rechensystem verändern, um den Speicherplatz zu vergrößern?"
 
Data: "Ja, Captain. Aber wenn 'Windows' dies bemerkt, generiert es eine neue Version von sich selbst, die es als 'Upgrade' bezeichnet. Die Ausnutzung des Systems steigt exponentiell mit jedem Durchlauf. Schließlich wird die gesamte Rechenleistung der Borg eingenommen, und die Borg können ihre normalen Betriebsfunktionen nicht mehr ausführen."
 
Picard: "Saubere Arbeit. Das ist ja noch besser als die 'nichtlösbare geometrische Form' - Idee."



2

15 Minuten später
 
Data: "Captain, wir haben Windows erfolgreich in der Befehlseinheit installiert, und - wie erwartet - brauchte es sofort 85% der Rechenleistung. Es gibt bis jetzt jedoch noch keine Bestätigung über das erwartete 'Upgrade'."
 
Geordi: "Unsere Testroutinen haben eine Erhöhung von Speicher und CPU-Leistung als Kompensation registriert, aber wir haben noch immer kein Anzeichen eines 'Upgrade'."
 
Picard: "Data, durchsuchen Sie die Logbuch Eintragungen nochmals um festzustellen, ob es etwas gibt, das wir übersehen haben."
 
Data: "Sir, ich glaube da gibt es einen Grund für das Nichteintreten des 'Upgrade'. Wie es aussieht, haben die Borg diesen Teil des Planes umgangen, indem sie die Registrierkarten nicht eingesandt haben."
 
Riker: "Captain wir haben keine Wahl. Brauchen Freigabe für den Beginn von Fluchtsequenz 3F . . ."
 
Geordi: (aufgeregt) "Warten Sie, Captain ich habe soeben festgestellt, daß ihre CPU Kapazität plötzlich auf 0% gefallen ist."
 
Picard: "Data, was sagen die Scanner?"
 
Data: "Offensichtlich haben die Borg das interne 'Windows'-Modul 'Solitaire' gefunden, und es verwendet die ganze CPU Kapazität."
 
Picard: "Warten wir einmal wie lange dieses 'Solitaire' ihre Funktion beeinträchtigen kann."

Riker: "Geordi wie geht es den Borg?"
 
Geordi: "Wie erwartet versuchen die Borg sich neu zu organisieren, um die erhöhten Speicher und CPU Erfordernisse auszugleichen. Aber nach jeder erfolgreichen Erhöhung der Leistung habe ich unsere nächste Tiefraumbeobachtungsboje eingestellt, noch mehr 'Windows' Module aus einem sogenannten 'Microsoft Fun-Pack' zu schicken."
 
Picard: "Wieviel Zeit kostet uns das?"
 
Data: "Die momentane Borg Lösungs Quote läßt weitere 6 Stunden Bedarf erwarten."

3

Zwei Stunden vergehen
 
Geordi: "Captain, ein anderes Schiff ist in unseren Sektor gekommen."
 
Picard: "Identifizieren."
 
Data: "Es scheint Aufdrucke ähnlich dem 'Microsoft' Logo zu haben."
 
Über die Sprechanlage: "HIER IST ADMIRAL BILL VOM FLAGSCHIFF MONOPOL. WIR HABEN POSITIVE BESTÄTIGUNG ÜBER NICHT REGISTERIERTE SOFTWARE IN DIESEM SEKTOR. GEBEN SIE ALLE VERGEHEN ZU, UND WIR KÖNNEN WEITERE PROBLEME VERMEIDEN. SIE HABEN 10 SEKUNDEN"
 
Data: "Das fremde Schiff hat soeben seine Bugluken geöffnet und tausende humanoid geformte Objekte freigesetzt."
 
Picard: "Vergrößerung der Frontkamera auf das fremde Fahrzeug einstellen."
 
Riker: "Um Gottes Willen, Captain! Diese Menschen treiben ohne Raumanzug direkt auf das Borg Schiff zu. Wie können sie im freien Raum überleben?!"
 
Data: "Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies Menschen sind, Sir. Bei näherer Betrachtung sieht man, daß sie etwas halten, was man im 21-ten Jahrhundert als Hirschleder-Aktenmappen bezeichnete, und sie tragen Armani Anzüge."
 
Riker und Picard: "ANWÄLTE!!"
 
Geordi: "Das gibt es nicht. Alle Anwälte wurden 2017 während des Großen Erwachens zusammengetrieben, und in die Sonne geworfen."
 
Data: "Ja, aber offensichtlich haben einige überlebt."
 
Riker: "Sie haben das Borg Schiff eingekreist, und überhäufen es mit unzähligen Unterlassungserklärungen und anderen Papieren."
 
Data: "Ich glaube in alten Dialekten ist das als 'Den Kuckuck aufkleben' bekannt, was sich oft als fatal erwiesen hat."
 
Riker: "Sie reißen die Borg in Stücke!"
 
Picard: "Schalten Sie die Monitore ab. Ich halte den Anblick nicht aus. Nicht einmal die Borg verdienen das."

Der Name "Borg" ist die Kurzfassung von Cyborg. D.h. soviel wie kybernetischer Organismus (Zusammenstellung von organischen Lebensformen und Maschinen). Und genau das trifft auf die Borg zu, die Drohnen der Borg sind mit Verbesserungen der Maschinenwelt ausgestattete Lebensformen. Die Verbesserungen des Organismus eines Borg (einer Drohne) wird allgemein als Implantat bezeichnet. Ein Implantat erhöht die Effektivität einer einzelnen Drohne deutlich.



General Motors vs. Microsoft
Bei einer Computermesse (ComDex) hat Bill Gates die Computer Industrie mit der Auto Industrie verglichen und das folgende Statement abgegeben:
„Wenn General Motors (GM) mit der Technologie so mitgehalten hätte wie die Computer Industrie, dann würden wir heute alle 25-Dollar-Autos fahren, die 1000 Meilen mit einer Gallone Sprit fahren würden.“

Als Antwort darauf veröffentlichte General Motors (Mr. Welch persönlich) eine Presse-Erklärung mit folgendem Inhalt:
„Wenn GM eine Technologie wie MS entwickelt hätte, dann würden wir heute alle Autos mit folgenden Eigenschaften fahren:

1. Ihr Auto würde ohne erkennbaren Grund zweimal am Tag einen Unfall haben.
2. Jedes Mal, wenn die Linien auf der Strasse neu gezeichnet werden, müsste man ein neues Auto kaufen.
3. Gelegentlich würde ein Auto ohne erkennbaren Grund auf der Autobahn einfach ausgehen und man würde das einfach akzeptieren, neu starten und weiterfahren.
4. Wenn man bestimmte Manöver durchführt, wie z.B. eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern neu zu starten. Man müsste dann den Motor neu installieren.
5. Man kann nur alleine in dem Auto sitzen, es sei denn, man kauft "Car95" oder "CarNT". Aber dann müsste man jeden Sitz einzeln bezahlen.
6. Macintosh würde Autos herstellen, die mit Sonnenenergie fahren, zuverlässig laufen, fünfmal so schnell und zweimal so leicht zu fahren sind, aber dafür nur auf 5% aller Strassen fahren.
7. Die Öl-Kontroll-Leuchte, die Warnlampen für Temperatur und Batterie würden durch eine "Genereller Auto Fehler " - Warnlampe ersetzt.
8. Neue Sitze würden erfordern, dass alle die selbe Gesäß-Größe haben.
9. Das Airbag System würde fragen " Sind Sie sicher ? " bevor es auslöst.
10. Gelegentlich würde das Auto sie ohne erkennbaren Grund aussperren. Sie können nur mit einem Trick wieder aufschließen und zwar müsste man gleichzeitig den Türgriff ziehen, den Schlüssel drehen und mit einer Hand an die Radio-Antenne fassen.
11. General Motors würde Sie zwingen, mit jedem Auto einen Deluxe-Kartensatz der Firma Rand-McNally (seit neuestem eine GM-Tochter) mit zu kaufen, auch wenn Sie diesen Kartensatz nicht brauchen oder möchten. Wenn Sie diese Option nicht wahrnehmen, würde das Auto sofort 50% langsamer werden (oder schlimmer). Darüber hinaus würde GM deswegen ein Ziel von Untersuchungen der Justiz.
12. Immer dann, wenn ein neues Auto von GM hergestellt werden würde, müssten alle Autofahrer das Autofahren neu erlernen, weil keiner der Bedien-Hebel genau so funktionieren würde, wie in den alten Autos.
13. Man müsste den "START" - Knopf drücken, um den Motor auszuschalten.“

 

di ware rektsreibreform

Anno 2000 - Erster Schritt:
Konsequente Kleinschreibung aller Worte

einer sofortigen einführung steht nichts im wege, da grafiker und werbeschaffende diese form der schriftdarstellung bereits anwenden.
die weglassung der versalen auch den satzanfängen bereinigt zudem das alphabet um alle 26 großbuchstaben, woduch sowohl das lernen des alphabetes in der grundschule als auch die herstellung von neuen schriften wesentlich vereinfacht wird.

anno 2002 - zweiter schritt:
wegfall aller dehnungen und schärfungen

dise masname eliminirt bereits di grösten felerursachen beim schreiben in der grundschule. der sin unserer konsonantenverdopelung hat ohnehin nimand so recht begrifen

ano 2004 - driter schrit:
ersetzung von v und ph durch f; sch, tz und z durch s

damit wird das alfabet um weitere drei letern reduzirt, sreibmasinen und sesmasinen werden technologis fereinfacht, wertfole arbeitskräfte könen wider der witsaft sugefürt werden.

ano 2005 - firter srit:
ersesung von g, c und ch durch k; j und y durch i

iest sind wider fir bukstaben weggefalen. di sprake ist woltuend klarer. damit kan die sulseit für grundsüler von neun auf swei iare verkürst werden. stat aksik prosent rektsreibunterikt könen nüslikere fäker - wi fisik, kemi und keokrafi mer plas im unterikt einnemen.

ano 2007 - fünfter srit:
wegfal der umlautseiken ä, ö, ü

damit ist iest ales uberflusike in der reksreibunk auskemerst. di ortokrafi ist wider slikt und einfak. naturlik benotikt es seit, dise vereinfakunk uberal riktik einsufuren, iedok in sasunksweise swei iaren durfte diser srit abkeslosen sein.

ano 2009 - sekster srit:
nun wird nok p durk b, t durk d und w durk f ersest;
koma, punkt und semikolon
werden durk den srakstrik ersest

dadurk falen feidere drei buksdaben fek/ fen ale dise fortsride durkesesd sind/ durfde als nakdes sil di sfirike aufkabe der deilfeise unsiniken deudsen kramadik anfisird ferden/

 

"Zur Wichtigkeit der Rechtschreibreform"

In eigener Sache - des Redigierens Leid

Trotz mehrfachen Lesens kommt es immer wieder vor, dass sich Druckfehler auf dieser Homepage einschleichen. Einen Erklärungsansatz für das Überlesen orthographischer Fehler liefert der folgende Beitrag, der in der FAZ Nr. 222 v. 24.9.2003, S. 9, erschienen ist:

„Die Bcuhstbaenrehenifloge in eneim Wrot ist eagl“

pps. FKARFNRUT, 23. Sptbemeer.

Ncah enier nueen Sutide, die uetnr aerdnem von der Cmabirdge Uinertvisy dührruchgeft wrdoen sien siol, ist es eagl, in wlehcer Rehenifloge Bcuhstbaen in eneim Wrot sethen, Huaptschae, der esrte und Itzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien SetIle. Die rsetclhien Bshcuteban kenönn ttoal druchenianedr sien, und man knan es tortzedm onhe Poreblme Iseen, weil das mneschilhce Gherin nhcit jdeen Bcuhstbaen eniz­len leist, snodren das Wrot als gnazes. 

Mit dem Pähonemn bchesfätgein shci mherere Hhcochsluen, acuh die ameichrkianse Uivnäseritt in Ptstbigurh. Esrtmlas üebr das Tmeha gchseibren-hat aebr breteis 1976 - und nun in der rgchitien Bruecihhsefhafoelngbe - Graham Rawlinson in sieenr Dsiestraiton mit dem Tetil The Significance of Letter Position in Word Recognition' an der egnlsicehn Uitneivrsy of Ntitongahm."

 

Der Hang des Rheinländers
zur Sprachvereinfachung durch Silbenreduktion
FLUR isses? Hätten Sie die Freundlichkeit,
mir die Uhrzeit zu nennen?
KINO 'n Bier? Würden Sie bitte so nett sein,
mir noch ein Glas Ihres
gehopften Gerstensaftes zu kredenzen?
MAMA no eins Dürfte ich bitte die letztgenannte
Bestellung wiederholen?
Sachma VIETNAM Kloo geht? Würden Sie mir freundlicherweise einen Hinweis auf die Befindlichkeit der Waschräume geben?
SCHLANGE da? Darf ich fragen, ob Sie sich bereits des Längeren an diesem Ort aufhalten?
Zu PHILOSOPHEN? Haben Sie eventuell eine zu hohe Menge alkoholhaltiger Getränke zu sich genommen?
EISHOCKEY? Ist Ihre augenblickliche Lebenssituation ausgewogen und frei von Sorgen?
WIRSING Ich wünsche noch einen recht angenehmen Tag
 

 

Der Hund des Gewerkschafters
Vier Männer sprachen über die Klugheit ihrer Hunde. Der erste war Ingenieur und sagte, sein Hund könne gut zeichnen. Er sagte ihm, er solle ein Papier holen und ein Rechteck, einen Kreis und ein Dreieck zeichnen, was der Hund auch leicht schaffte.

Der Buchhalter sagte, er glaube, sein Hund sei besser. Er befahl ihm, ein Dutzend Kekse zu holen und sie in Dreierhäufchen aufzuteilen. Das machte der Hund locker.

Der Chemiker fand das gut, meinte aber, sein Hund sei cleverer. Er sagte ihm, er solle einen Liter Milch holen und davon 275 ml in ein Halblitergefäß gießen. Der Hund schaffte das leicht.

Alle Männer stimmten darin überein, dass ihre Hunde gleich klug wären.

Das wandten sie sich an das Gewerkschaftsmitglied und fragten, was sein Hund denn könne. Der Gewerkschafter rief seinen Hund und sagte ihm: "Zeig den Jungs mal, was Du kannst!"
Da fraß der Hund die Kekse, soff die Milch aus, machte ein Geschäft auf den Teppich, vergnügte sich mit den anderen Hunden, behauptete, sich dabei einen Rückenverletzung zugezogen zu haben, reichte eine Beschwerde wegen gefährlichen Arbeitsbedingungen ein, verlangte Verdienstausfall, ließ sich krank schreiben und lief nach Hause.

R. Schellen

 

Statistik
Früher war es nicht schwer, sich Formulare für die Steuererklärung zu besorgen. Sie lagen beim Pförtner. Vorbei sind diese schönen Tage. Kommt die Steuerbürgerin heute zum Finanzamt und nähert sich mit freudigem Lächeln der Pforte, sieht sie schon vom weitem, wie deren Hüter beschäftigungslos in der von Formularen entleerten Loge sitzt. Ein bisschen traurig wirkt es, wie er da mit stummem Blick zu dem handgemalten Schild hinüber nickt, das ins „Info-Center“ verweist.

Der Raum befindet sich fast am Ende eines langen Flures hinter einer mit Plakaten fast vollständig zugeklebten Glastür. Transparenz ist nicht erwünscht. An mehren Stellen ist zu lesen: „Vor Eintritt Wartenummer ziehen!“ Vor der Tür stehen Ständer mit Formularen. Die muss man sich nun selbst zusammensuchen, dem Pförtner wird das bisschen Arbeit nicht gegönnt. Es ergeben sich Fragen, die sich sonst nicht ergaben, weil der Pförtner alles wusste, was es zu wissen gab.

So öffnet man die Tür zum „Info-Center“. Drinnen sitzen zwei Personen hinter einem Schalter, ein Mann und eine Frau. Diese Personen sind Beamte. Die Beamtin begrüßt einen mit: „Haben Sie eine Wartenummer ?“ Die Steuerbürgerin sagt: „Nein, es ist ja niemand sonst da“. Die Beamtin sagt: „Sie müssen trotzdem eine Wartenummer ziehen.“ Die Steuerbürgerin sagt: „Wozu soll ich eine Wartenummer ziehen, wenn ich nicht warten muss?“ Der Beamte und die Beamtin rufen im Chor: „Für die Sta-tis-tik !!“ Die Steuerbürgerin geht hinaus und zieht eine Wartenummer. Sie kommt zurück. Nun steht eine andere Steuerbürgerin da. Die Beamtin sagt: „Diese Dame ist vor Ihnen dran“. Der Beamte ist derweil mit dem Ausfüllen eines Formulars für die Statistik beschäftigt.

Was die Aufgabe der Beamten eigentlich ist, wissen sie nicht; sie wissen aber, dass Statistiken nur dann zu Ergebnissen führen, wenn die Daten dafür gewissenhaft erhoben werden. Wozu eine Statistik gut sein könnte, wissen sie auch nicht.

Iris Hanika, FAZ Nr. 84 v. 9.04.2003, 41

 

Berlin

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Es sinkt noch weiter ab und ruft:
Mann im Ballon
"Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe meinem Freund  versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen, und ich weiß nicht, wo ich bin?"
 
Frau am Boden:
"Sie fahren in einem Heißluftballon in ungefähr zehn Metern Höhe über Grund. Sie befinden sich zwischen dem 48. und 49. Grad nördlicher Breite und zwischen dem 10. und 11. Grad östlicher Länge."
 
Mann im Ballon:
"Sie müssen Wirtschaftsprüferin sein"
 
Frau am Boden:
"Stimmt, woher wissen Sie das?"
 
Mann im Ballon:
"Nun, alles, was Sie mir mitteilten, ist korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll. Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt, waren Sie keine große Hilfe. Sie haben meine Reise noch verzögert."
 
Frau am Boden:
"Sie müssen Politiker sein"
 
Mann im Ballon:
"Ja, aber woraus schließen Sie das?"
 
Frau am Boden:
"Nun, Sie wissen weder, wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind Grund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzigen Position gekommen. Sie haben eine Versprechung gemacht, von der Sie keine Ahnung haben, wie Sie sie einhalten können, und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in der exakt gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin ich irgendwie schuld."

 

 

Die Lebenszeit eines Menschen...

(statistisch gesehen)

 

4 Tage für Schuhe zubinden
2,5 Monate für Küssen
3 Monate für Zähne putzen
3,5 Monate für Verkehrsstaus
6 Monate für Warten vor der Ampe
6,5 Monate für Anziehen (Männer)
8 Monate für Briefe öffnen und Lesen
9 Monate für Anziehen (Frauen)
1 Jahr für die Suche nach verlorenen oder verlegten Gegenständen
1,5 Jahre für Waschen, Baden Rasieren usw. im Badezimmer
2 Jahre für Gartenarbeit (Rasenmähen, Harken usw.)
2 Jahre für Telefonanrufe
3 Jahre für Konferenzen, Besprechungen
3,5 Jahre für Fernsehen (ab 20 Jahre)
3,5 Jahre für Lesen (Bücher, Zeitungen usw.)
3,5 Jahre für Essen
5 Jahre für Warten (bei Behörden, Ärzten, Kassen usw.)
5,5 Jahre für Haushalt (Waschen, Bügeln, Putzen)
10 Jahre für Theater, Kino, Restaurant
16,5 Jahre für Arbeit
22 Jahre für Schlafen

 

 

Und noch etwas:

27.000 Minuten eines Lebens opfert man, um auf die Uhr zu schauen...

nur um festzustellen, dass man zu wenig Zeit hat!!!

(nach Prof. Opaschowksi, Freizeitforscher, Hamburg)

 

 

 

Die Gehaltsformel

Es ist ja allgemein bekannt, dass Ingenieure und Naturwissenschaftler nie so viel Geld verdienen werden wie Geschäftsleute. Den Beweis dafür liefert die Mathematik:

 

1. Zeit = Geld (time is money)
2. Wissen = Leistung (knowledge is power)

Jeder kennt aus der Physik:

Arbeit = Leistung
 Zeit

Mit 1. Zeit = Geld und 2. Wissen = Leistung

erhält man also:

Arbeit = Wissen
 Geld

Aufgelöst nach "Geld" ergibt das:

 Arbeit = Geld
Wissen

Man erkennt also: Wenn man unendlich viel weiss, kann man arbeiten wie man will, ohne dass Geld dabei herausspringt.

Oder auch: Wenn das Wissen gegen Null geht, dann geht das Geld gegen unendlich, egal wie viel Arbeite geleistet wird.

 

 

Weisheiten vom Pferd

eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab."

Doch im Berufsleben versuchen wir oft andere Strategien, nach denen wir in dieser Situation handeln:

  • Wir besorgen eine stärkere Peitsche.

  • Wir wechseln die Reiter.

  • Wir sagen: "So haben wir das Pferd doch immer geritten."

  • Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.

  • Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.

  • Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.

  • Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.

  • Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.

  • Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.

  • Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.

  • Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.

  • Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.

  • Wir erklären: "Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte."

  • Wir machen zusätzlich Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.

  • Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.

  • Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen läßt.

  • Wir erklären, dass unser Pferd "besser, schneller und billiger" tot ist.

  • Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.

  • Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.